Aktuelle Meldungen

 Jetzt geht die Planung los!



Im Advent kann man auch vom nächsten Sommer schwärmen! Die Öko-Reisen, die  Rudi Oberpriller für das kommende Jahr im Angebot hat, wird er am kommenden Sonntag, dem dritten Advent, vorstellen. Alle Gäste sind willkommen, die sich einen schönen Nachmittag machen wollen und sich Ideen für eine andere Art des Reisens holen wollen.
In der ersten Hälfte des Nachmittags werden Diafilme von den diesjährigen Reisen (vom Gardasee zum Po, Obere Lausitz, Ökomodellregion Waging, Pilion und griechische Ionische Küste) gezeigt. Ebenso berichtet Rudi Oberpriller von seinen beiden Ökoreisen nach Griechenland über den Balkan - eine mit dem Zug über Belgrad und die andere mit dem Bus über Albanien.

Kaffee wird angeboten. Kuchen und herzhafte Kleinigkeiten dürfen von den Besuchern mitgebracht werden. Gläser, Tassen, Teller und Besteck sind vorhanden.

16.12.2018, 14 - 18 Uhr

Werkhaus, Leonrodstraße 19, München Neuhausen (Nähe Rotkreuzplatz)
 

Oh Tannenbaum - wie schön sind deine Blätter!

... das lässt sich nur dann so richtig gut singen, wenn man einen unbelasteten, Pestizid-freien Bio-Christbaum ins Wohnzimmer stellt. Leider muss man den noch suchen gehen. Und noch mehr, wenn man nicht möchte, dass er quer durch Europa gefahren wurde, sondern einen aus der Region will.

Am kommenden Wochenende startet der Verkauf der Christbäume in der TAGWERK Baumschule Brenninger in Steinkirchen. Dort werden in einer beleuchteter Halle Christbäume aus eigener Bio-Produktion verkauft, vor allem Nordmann Tannen. Es gibt sie auch mit Erdballen. Bernhard Brenninger empfiehlt, die Bäume mit dem Ballen in der Weihnachtszeit in einer Holzkiste mit Sägespänen aufzustellen und später auszupflanzen. So hat man echten Tannenduft im Wohnzimmer und hat lange etwas davon.... Oh Tannenbaum - du magst mir sehr gefallen!

Verkauf vom 14. bis 22. Dezember:
Mittwoch bis Freitag von 9 bis 12 Uhr  und 13:30 bis 17 Uhr  
Samstag von 9 bis 14 Uhr

Baumschule Brenninger (zwischen Hofstarring u. Niederstraubing) 
Hofstarring 2, 84439 Steinkirchen 
Tel. 08084 / 25 99 01

Die Bäume der Baumschule Brenninger gibt es außerdem ab Donnerstag, den 13.12. im Dorfener TAGWERK Laden.

Weitere Infos zu Bio-Christbäumen finden sich auf der Seite des BUND Naturschutz Bayern.

Bild: 4028mdk09Nordmanntanne in Weihnachtsbaumplantage, Bildausschnitt von TAGWERK, CC BY-SA 3.0

Die Winterausgabe der TAGWERK-Zeitung liegt in den Verkaufsstellen aus. Oder Sie lesen sie hier

Bio Backstuben für die Kinder

Gleich drei Mal haben die Kinder dieses Jahr Gelegenheit Bio-Plätzchen zu backen:

Am 2.12. auf dem Buchbacher Weihnachtsmarkt, genauer: im Gasthaus „Zum Falken“, von 15.00 bis 18.00 Uhr.

Am 8.12. auf dem Obertaufkirchner Adventsmarkt, im Pfarrhaus Obertaufkirchen, von 17.00 bis 19.00 Uhr.

Die Ökomodellregion Isental lädt alle Kindergarten- und Schulkinder dazu ein. Ansprechpartner sind die Projektmanager der Ökomodellregion Isental, Rosa Kugler Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 08081-9379 51, 01520-635 2185 und Michael Rittershofer Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!t, 08081-9379 50.

Am 16.12. auf dem Fendsbacher Hof, Fendsbach , 85669 Pastetten. Von 13.00 bis 14.00 Uhr und von 14.30 bis 16.30 Uhr wird gebacken.
In der halben Stunde dazwischen gibt es ein Kindertheater. 

Hier lädt der Tagwerk Förderverein e.V. alle Kinder sehr herzlich ein. Ansprechpartnerin ist Rosa Kugler Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: 08081-9379 51. Diese Veranstaltung ist Teil des länderübergreifenden Projekts „Mit Bio durch Stadt und Land“. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft. Weitere Informationen unter www.bundesprogramm.de

Gebacken wird bei allen drei Kinder-Bio-Backstuben mit biologisch, regional und fair erzeugten Lebensmitteln. Beim Backen erfahren die Kinder von den verschiedenen Getreidesorten sowie deren Verwendung und manches mehr. Natürlich dürfen die fleißigen Zuckerbäckerinnen und Zuckerbäcker die selbst gebackenen Plätzchen mit nach Hause nehmen.

 

mit Bernadette Lex und Dr. Michael Rittershofer im Gespräch am 4. Dezember im Kino Dorfen

Wenige Dinge auf unserer Erde sind so kostbar und lebensnotwendig wie Saatgut. Verehrt und geschätzt seit Beginn der Menschheit, sind die Samen unserer Kulturpflanzen die Quelle fast allen Lebens. Sie ernähren und heilen uns und liefern Rohstoffe für unseren Alltag. Doch diese wertvollste aller Ressourcen ist bedroht: Mehr als 90 Prozent aller Saatgutsorten sind bereits verschwunden. Biotech-Konzerne wie Syngenta und Bayer/Monsanto kontrollieren mit gentechnisch veränderten Pflanzen längst den globalen Saatgutmarkt. Daher kämpfen immer mehr passionierte Bauern, Wissenschaftler, Anwälte und indigene Saatgutbesitzer wie David gegen Goliath um die Zukunft der Sortenvielfalt.

Mit ihrem Dokumentarfilm „Unser Saatgut“ folgen Taggart Siegel und Jon Betz diesen leidenschaftlichen Saatgutwächtern, die unser 12.000 Jahre altes Nahrungsmittelerbe schützen wollen. Ohne es zu wissen, werden sie zu wahren Helden für die gesamte Menschheit, denn sie verbinden uns wieder mit dem ursprünglichen Reichtum unserer Kultur, die ohne die Saatgutvielfalt nicht bestehen kann.

Unser Saatgut“ ist ein Appell an uns alle: Schützt die ursprüngliche Saatgutvielfalt, sonst ist das reiche Angebot unserer Nahrung bald nur noch schöne Erinnerung! Einfallsreich und mit kreativen Bildern macht der Film seine Zuschauer zu mündigen Essern, die sich nicht mit der immer gleichen Supermarktware abspeisen lassen. Ein lebensverändernder Dokumentarfilm von Taggart Siegel und Jon Betz, so farbenfroh wie die natürliche Vielfalt unserer Saaten. Mit den weltweit bekannten Umweltaktivisten Vandana Shiva, Jane Goodall und Percy Schmeiser. Ausgezeichnet mit 18 Festival-Awards und nominiert für den EMMY 2018 als „Outstanding Nature Documentary“.

 

Der Film läuft im Kino Dorfen am Mi, 28.11 um 20:30 Uhr, am Do, 29.11. um 18 Uhr, am Sa, 1.12. um 22 Uhr und am Di, 4.12. um 20 Uhr. Anschließend an die Vorstellung am 4.12. diskutieren TAGWERK/Naturland-Bäuerin Bernadette Lex und Dr. Michael Rittershofer über die Saatgutvielfalt und zeigen dabei auch auf, welche Ansätze es zur Erhaltung seltener Kulturarten in der Region gibt.

Infos zum Film

 

TAGWERK Laden in Markt Schwaben lädt zum Genießertag ein

 

Alle Liebhaber guter Speisen und Getränke sind im TAGWERK-Laden in Markt Schwaben herzlich eingeladen. Am Freitag, den 23.11. wird es den ganzen Tag Angebote zum Probieren geben:
Die neuen TAGWERK Suppen von JooTi werden präsentiert, ebenso wie die Heumilch-Produkte der TAGWERK Molkerei Alztaler.
An der Theke gibt es Verkostungen von Käse verschiedener Käsereien und Wurst aus der TAGWERK Biometzgerei, sowie Backwaren der Bäckerei Höhenberg. Dazu werden Oliven und Olivenprodukte gereicht.
Es wird Stände mit Tees und Punsch geben und am Nachmittag Wein zum Probieren.
Außerdem gibt es Kaffee und Kuchen zum Genießertag-Spezialpreis.

Das Ladenbistro lädt zum Verweilen und Rasten ein. Ein Glücksrad mit tollen Gewinnen verspricht Spaß, die Sonderangebote und ein kleiner Adventsmarkt einen erfolgreichen und genussvollen Einkauf.

Das Team mit dem neuen Geschäftsführer Manfred Schüchter (im Bild unten vierter von links stehend) und neuer Ladenleiterin Kristin Reckardt (vorne Mitte) freut sich auf die Besucher!

TAGWERK Laden Markt Schwaben - Wiegenfeldring 7 - 85570 Markt Schwaben - 08121 / 46783
www.tagwerk-marktschwaben.de

Fotos: TAGWERK 

 

Zur  Demo "Mia hams satt"

Am Samstag, 6.10. demonstrierten in München bei schönstem Wetter 18.000 Menschen gegen Flächenfraß, Massentierhaltung und einer umweltbelastenden Lebensmittelproduktion. Auch TAGWERK hatte zur Demo aufgerufen und war selber mit vielen Menschen vertreten: Bäuerinnen und Bauern, Ladnerinnen und Ladner sowie Mitarbeiter querbeet. 

Hier auf dem Bild sieht man Michael Rittershofer, Vorstand im TAGWERK Förderverein, Ulrike Krakau-Brandl, unsere Kämpferin in München mit einem Bauchladen voller TAGWERK-Zeitungen, sowie Ingrid Reinecke und Barbara Kolonko (von links).

Foto: TAGWERK

Reinhard Gromotka erzählt von seinem Laden "Frisch und Fein"

In einem neuen, informativer Film auf der Website des Landshuter TAGWERK-Ladens wird man auf den Geschmack gebracht und kann einen kleinen Blick hinter die Kulissen eines regionalen Bioladens tun - und in das Herz eines begeisterten Ladners.
Schauen Sie auf seiner Website und in seinem Laden "Frisch und Fein" vorbei!

Die Herbstausgabe der TAGWERK-Zeitung liegt in den Verkaufsstellen aus. Oder Sie lesen sie hier

Das Kinderkrankenhaus St. Marien in Landshut hat vor etwa 10 Jahren seine Küche zu 100% auf Bio umgestellt. Der regionale Bezug von Biowaren war dem (damaligen) Küchenleiter, Gilbert Bielen, dabei sehr wichtig. Das Kinderkrankenhaus war deshalb guter Kunde vom TAGWERK Großhandel, der TAGWERK Biometzgerei und verschiedenen Biobauern aus der Region. Nun hat sich die Geschäftsführung aus Kostengründen dafür entschieden, wieder konventionelle Lebensmittel einzusetzen. TAGWERK ist sehr enttäuscht über diese Entscheidung und hat dies in einem Schreiben an das Kinderkrankenhaus Landshut zum Ausdruck gebracht.

Der Wortlaut des Schreibens (vom 27.7.2018):

 

Sehr geehrter Herr Brand,

für uns war das Kinderkrankenhaus ein Leuchtturm in Sachen konsequentes, nachhaltiges Handeln, ein Vorreiter im Engagement für Schöpfungsverantwortung: christliche Werte im Einklang mit ökologischem und sozialem Gewissen.

Der Rückschritt zu einer konventionellen Versorgung des Kinderkrankenhauses ist für uns ein herber Schlag. Ausgerechnet jetzt, wo sich Landshut als Biostadt und wo sich die katholische Kirche mit der Enzyklika „Laudato si“ klar zu einem konsequenten ökologischen Ansatz bekennen. Mit unserer Enttäuschung meinen wir gar nicht vorrangig die Umsätze unserer Regionalinitiative, auf die wir in Zukunft verzichten müssen. Wir meinen vor allem das Zeichen, das die Einrichtung einer kirchlichen Organisation wie das Kinderkrankenhaus St. Marien damit nach außen setzt – billig statt ökologisch und nachhaltig. Schade.

Es gibt so viele dringliche, ökologische und soziale Themen, denen wir uns als zukunfts- und werte-orientierte Menschen und Institutionen nicht verschließen dürfen: die Klimabelastung, das massive Insektensterben, die Verunreinigung der Gewässer, die systematische Zerstörung der Böden. Für einen nachhaltigen Lebensmittelkonsum ist „regional“ zu wenig. „Regional“ schützt weder die Böden vor Erosion noch das Klima vor Stickoxiden noch das Grundwasser vor Nitrat. „Regional“ bedeutet weder Tierwohl noch Insektenschutz noch ist es ein Garant für soziale Fairness. Denn Sojaimporte der heimischen Landwirtschaft zerstören nicht nur Regenwälder, sondern fördern die Agro-Gentechnik, Glyphosat und Landflucht. Milch- und Billigfleischexporte sind verbunden mit katastrophalen Auswirkungen für die Länder des Südens, vor allem in Afrika, da die dortigen Märkte von uns zerstört werden.

Die Folgekosten unserer billigen Nahrungsproduktion tragen wir alle, vor allem aber die Ärmsten. Die Flüchtlingswelle ist nur eine Folge unserer ausbeuterischen, verfehlten Politik. Papst Franziskus sagt dazu: „Dieses System tötet“. Es ist Zeit zum Umdenken. Wir alle müssen unseren Teil dazu leisten. Schade, dass das Kinderkrankenhaus diesen Weg nicht mehr mitgeht. Die Haltung der kirchlichen Einrichtungen wäre so immens wichtig in dieser unserer aller Sache!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Michael Rittershofer
TAGWERK-Förderverein e.V.

Auszeichnungen für Edeltraud Melzl-Butz und Imkerei Oswald

Gleich zwei TAGWERK-Betriebe sind unter den ersten drei Preisträgern der diesjährigen "Wiesenmeisterschaft": Der Betrieb von Edeltraud Melzl-Butz in Viehhausen bei Rottenburg und die Imkerei Oswald in Oberlauterbach bei Pfeffenhausen, beide Landkreis Landshut.

Die Wiesenmeisterschaft wird vom BUND Naturschutz Bayern (BN) und der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) seit 10 Jahren durchgeführt, jedes Jahr in einer anderen Region. Diesmal war das Donau-Isar-Hügelland dran.

 Artenreiche Wiese bei der Imkerei Oswald
Blühwiese bei der Imkerei Oswald, Foto: Inge Steidl

Edeltraud Melzl-Butz gewann mit ihrer Feuchtwiese "Ratzentümpel" den 2. Preis, die Imkerei Oswald mit der Mähweide "Schlachtfeld" den 3. Preis.

Bei der Preisverleihung im Landshuter Salzstadel wies BN-Vorsitzender Richard Mergner darauf hin, "dass artenreiche Wiesen oft nur noch Relikte in einer ansonsten höchst intensiv genutzten Agrarlandschaft sind", und er mahnte dringend ein Umsteuern beim agrarpolitischen Rahmen an, da solche Naturschutzleistungen sonst nicht dauerhaft erhalten werden könnten.

Die Auszeichnung zweier TAGWERK-Betriebe zeigt, dass die ökologische Wirtschaftsweise auf TAGWERK-Höfen einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren leistet.

Wir beglückwünschen Edeltraud Melzl-Butz und Martin Melzl sowie Hans Georg und Ruth Oswald zu den Preisen und danken ihnen für ihr großes Engagement!

Nähere Infos hier:
Blog der Imkerei Oswald
BUND Naturschutz

 

Der TAGWERK Förderverein bäckt und berichtet

Der TAGWERK Förderverein ist ein Verein für alle, die ökologische Produktion und Konsum mitgestalten wollen - und dabei etwas lernen. Nach einem weiteren arbeitsreichen Jahr mit Umweltbildung, politischen Aktionen und landwirtschaftlichem Engagement wurde den Förderern und Mitgliedern die diesjährige Mitgliederversammlung als Ausflug und Mitmach-Aktion angeboten.

Dazu hatte der Verein einen besonderen Ort zum Tagen ausgesucht: Die Glonntaler Backkultur in Piusheim/Baiern. Dort erwartete die Vereinsmitglieder ein abwechslungsreicher Nachmittag. Zunächst gab es in der Backstube einen Einführungsvortrag von Müllerin Monika Drax zu den alten und wieder entdeckten Getreidesorten, die auch in ihrem schönen neuen „Brotbackbuch Nr.3" beschrieben sind. Danach zeigte Bäckermeister Romeo Butic von der Glonntaler Backkultur, wie ein Bio-Brotteig hergestellt wird. Und alle durften selbst Hand anlegen. Mit Begeisterung wurden die feinen Teiglinge aus Rotkorn-Weizen und Lichtkorn-Roggen abgestochen, in Saaten gewälzt und in Formen abgelegt.

Während der Teig ruhte, erklärte der Glonntaler Bäcker Romeo Butic bei einer Führung durch die Bachstube Herausforderungen und Freuden des Bäckerdaseins. Von ungemütlichen Arbeitszeiten, aber auch von der Freude, „echtes“ Bäckerhandwerk auszuführen, unabhängig von den einheitlichen Backmischungen, die in konventionellen Bäckereien die Regel sind. 

Bilder: Beatrice Rieger

Während die vorbereiteten Brote in den Ofen geschoben wurden, konnten sich die Vereinsmitglieder bei Kaffee und Kuchen in der Gaststube der Glonntaler Backkultur über die Vorkommnisse des letzten Jahres informieren. Die Vorstände Dr. Michael Rittershofer und Rosa Kugler berichteten mit vielen Bildern von den Aktionen des vergangenen Jahres: Dabei waren Schulprojekte „Wie kommt der Hafer in mein Müsli?“, Erzeugerarbeitskreise, Biopizzalehmofenbaukurse, Zeltlager, Vorträge, Betreuung der Ökomodellregion Isental… es war wieder ein beeindruckend ereignisreiches Jahr.

Im Anschluss an den Kassenbericht von Andrea Schneider wurde die Vorstandschaft entlastet und ein neuer Vorstand gewählt. Doris Seibt ist auf eigenen Wunsch ausgeschieden, ansonsten ist die alte Besetzung geblieben: Monika Drax, Hilarius Häußler, Hermann Hofstetter, Rosa Kugler, Josef Lenz, Dr. Michael Rittershofer (Geschäftsführer) und Andrea Schneider (Kassenwartin).

Zum Schluss durfte jeder Teilnehmer ein selbstgeformtes, frisch gebackenes, noch heißes, duftendes Brot mitnehmen. Hier ist eine Mitgliedschaft nicht nur sinn-voll, sondern auch sinn-lich zu erleben!

Miteinander auf dem Feld - von anderen lernen

Die TAGWERK-Erzeugerarbeitskreise haben das Ziel, die kollegiale Beratung unter den Bäuerinnen und Bauern zu fördern. Positive Erfahrungen werden so für andere nutzbar gemacht, und gemeinsam kann man verhindern, dass die gleichen Fehler anderswo noch einmal gemacht werden. Diesmal beschäftigte sich der Arbeitskreis mit dem Thema Hafer-Leindotter-Mischultur.
Mischkulturen sind die ursprünglichste Form des Bewuchses: vielfältig, bodenschonend, mit einem Maximum an Photosyntheseleistung auf der Fläche. Die Mischkultur von Hafer und Leindotter ist gleichermaßen interessant für Natur, Bäuerinnen und Bauern und Verbraucherinnen und Verbraucher. Der Leindotter mit seiner zarten gelben Blüte bietet (Wild-)Bienen nach der Blüte des Raps eine Tracht und ist ein interessanter Baustein zu einer durchgehenden Blüte von Frühjahr bis Herbst. Für Bäuerinnen und Bauern kann bei der Ernte der Leindottersamen einen zusätzlichen Ertrag bieten, ohne dem Hafer nennenswert Ertrag zu nehmen. Und für die Verbraucherinnen und Verbraucher bietet der Leindotter ein schmackhaftes, hochwertiges Speiseöl, das es vor allem im Naturkosthandel zu kaufen gibt. In Zukunft entsteht aus dem Presskuchen der Ölherstellung vielleicht sogar auch ein wichtiger Eiweißträger für die menschliche Ernährung. Wir arbeiten daran. 
Beim Erzeugerarbeitskreis wurden Haferfelder von drei Betrieben besucht: Felder der Lebensgemeinschaft Höhenberg in Buchbach, des Betriebs Schweiger in Unterneuling und des Betriebs Maier-Häußler in Taufkirchen bei Mühldorf. Als Experten mit dabei waren Bioland-Ackerbauberater Benjamin Fichtner und Johannes Spengler von der Ölmühle Kappelbauer (im Bild unten v.l.n.r.) sowie Thomas Kaiser vom Institut für Energie und Umwelttechnik.

 

Fotos: Andreas Bentlage

Rund 40 Mitglieder der TAGWERK-Genossenschaft waren nach Freising ins Tagungshaus Viva Vita gekommen, um sich über den Geschäftsverlauf der Genossenschaft zu informieren.

Vorstandsmitglied Reinhard Gromotka berichtete über die TAGWERK-Biometzgerei in Niederhummel. Nach der finanziell bedrohlichen Situation im letzten Jahr schaut es nun deutlich besser aus. Neue Kredite und Bürgen konnten gefunden werden, und ein Lenkungskreis trifft sich regelmäßig, um die Betriebsabläufe systematisch zu optimieren. "Das zeichnet unsere TAGWERK-Gemeinschaft aus", sagte Gromotka, "dass sich in der Not Menschen finden, die sowohl mit Geld als auch mit großem KnowHow die gemeinsame Unternehmung unterstützen."

Vorstandsmitglied Klaus Hutner stellte die Aktivitäten der Genossenschaft vor. Nachdem zum Jahresbeginn 2017 der Bereich des Großhandels in die TAGWERK GmbH überführt wurde, ist der Umfang der genossenschaftlichen Tätigkeitsfelder geschrumpft. Die Transportlogistik ist ein Bereich, der weiterhin unter der Regie der Genossenschaft läuft. Hier konnte Klaus Hutner auf gute Einsparerfolge verweisen: durch die Zusammenlegung auf einen Standort (Garching) reduzierte sich sowohl die gesamte Fahrleistung als auch die Arbeitszeit pro ausgeliefertem Rollbehälter deutlich.
Das andere Aufgabengebiet ist die Weiterentwicklung der TAGWERK-Marke. Dank der engagierten Arbeit von Beatrice Rieger erweitert sich die Produktpalette ständig. So wurde beispielsweise eine Kooperation mit der Alztaler Hofmolkerei aufgebaut, so dass nun regionale Milch und Milchprodukte vermarktet werden können.

Finanzvorstand Reinhard Bloch stellte - zum letzten Mal - die Bilanz vor. "Dass ich an meinem letzten Arbeitstag noch positive Zahlen präsentieren kann, freut mich besonders", sagte er. Auf eigenen Wunsch gibt er sein Vorstandsamt nämlich ab.
Das Finanzvolumen der Genossenschaft ist nun - ohne das Handelsgeschäft - deutlich geringer. Die Transportlogistik hat 700.000 Euro erwirtschaftet, am Ende bleiben 7200 Euro Jahresüberschuss.

Eine steile Wachstumskurve konnte Manfred Schüchter, Geschäftsführer der TAGWERK Großhandel für Naturkost GmbH, präsentieren. Im Jahr 2017 betrug der Umsatz 12 Millionen Euro, was für so ein eng begrenztes Liefergebiet eine stattliche Summe ist. Die GmbH beschäftigt derzeit 24 MitarbeiterInnen und beliefert regelmäßig 160 Kunden.
"Die Zusammenführung des Gemüsehandels mit den Warengruppen aus der Genossenschaft war ein riesiger Kraftakt", sagte Schüchter. Damit erklärt sich auch, dass das Jahr 2017 mit einem Verlust von ca. 50.000 € abgeschlossen hat.

Im Aufsichtsrat wirkt künftig der ehemalige Finanzvorstand Reinhard Bloch mit (2.v.l.). Wiedergewählt wurden (v.l.) Volker Schwarz, Hanna Ermann und Willi Pfaff. Außerdem verbleiben in dem Gremium Josef Bauer, Christian Empl, Anita Gromotka, Klaus Gruber, Siegfried Pschibul-Markgraf und Manfred Schüchter.

Die langjährige Aufsichtsrätin und frühere Vorständin Inge Asendorf (li.) stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl und wurde - wie auch der scheidende Vorstand Reinhard Bloch (re.) - mit Wein, Blumen und herzlichen Dankesworten verabschiedet. 

Fotos: Christian Empl

Die Sommerausgabe der TAGWERK-Zeitung liegt in den Verkaufsstellen aus. Oder Sie lesen sie hier

Füllen, Genießen, Spülen, Wiederholen!

Und wieder ist ein weiterer Schritt zu mehr Umweltfreundlichkeit von den unermüdlichen TAGWERK-Ladnern getan: in Landshuter TAGWERK-Laden "Frisch & Fein" gibt es jetzt  Pfandgläser für die Spezialitäten an der Bedientheke. Auf dem Etikett steht, wie es geht: Einfach und vor allem Plastikfrei!

Ökologischer Handel für ökologische Produkte

 

"Wir kommen mit diesem neuen LKW unserem Ziel ein Stück näher", sagt Klaus Hutner, Vorstandsmitglied der TAGWERK-Genossenschaft und Leiter der Logistik des TAGWERK-Großhandels. "Denn der Handel mit Bioprodukten ist erst dann wirklich ökologisch, wenn auch der Transport möglichst wenig Schadstoffe emittiert."
„Teller oder Tank“ – diese Streitfrage ist bei dem neuen TAGWERK-LKW kein Thema. Denn das Biogas, das den Motor des neuen Fahrzeugs antreibt, wird nicht etwa aus Mais oder Weizen gewonnen, sondern zu 100 Prozent aus landwirtschaftlichen Reststoffen. 
Betankt wird der LKW bei den Gas-Tankstellen der Stadtwerke München. Die wiederum beziehen das Gas von der Firma Verbio, die in Brandenburg und Sachsen-Anhalt moderne Bioraffinerien betreibt und dort ausschließlich organische Reststoffe einsetzt: Stroh und Schlempe – das ist ein Abfallprodukt aus der Bio-Ethanolherstellung. Es entsteht also keine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Auch andere Probleme, die mit Biogas häufig in Verbindung gebracht werden, wie Monokulturen, die "Vermaisung" der Landschaft oder direkte und indirekte Landnutzungsänderung, spielen hier keine Rolle. Und die Gärreste aus der Gasproduktion werden bei Verbio als natürlicher Dünger in die Landwirtschaft zurückgeführt, wodurch ein sinnvoller Stoffkreislauf vollzogen wird. Mit diesem umweltfreundlichen Kraftstoff lässt sich eine CO2-Reduktion von 90 Prozent gegenüber Diesel erreichen.
Das Biogas wird zu Erdgasqualität aufbereitet und kann deshalb über das allgemeine Gasleitungsnetz transportiert werden. Eine umweltbelastende Belieferung der Tankstellen ist also nicht notwendig. Ähnlich wie es beim Ökostrom gehandhabt wird, wird immer eine dem Verbrauch entsprechende äquivalente Menge ins Leitungsnetz eingespeist. 

 

Projekt „Biostadt Freising“

Gekeimt ist die Idee im Sommer 2017. Erste Engagierte, darunter Heide Hoffmann, Franziska Münch, Klaus Wiesinger und Thomas Sadler, trafen sich unter dem Motto „Was isst Freising?“. Bei jedem Treffen wuchs der Kreis. Gemeinsam wurde beschlossen, einen Antrag für eine Agenda 21 Projektgruppe zu stellen. Am 17. April war es dann so weit, in der Agenda- und Sozialbeiratssitzung der Stadt Freising wurde „Biostadt Freising“ aufgenommen. Das wurde beim darauffolgenden Treffen gebührend gefeiert.

 
Die gewählten SprecherInnen (v.l.): Dr. Manuela Gaßner, Dr. Klaus Wiesinger und Karin Romeder   (Foto © Thomas Sadler ) 

Es sind bereits über 20 Freisinger Bürgerinnen und Bürger aktiv. Mittendrin auch Engagierte aus den TAGWERK-Reihen: Brigitte Waldhauser (TAGWERK Biomarkt Freising), Michael Rittershofer (TAGWERK-Förderverein e.V., Ökomodellregion Isental) und Lorenz Kratzer (Biobauer, Vorstandsmitglied TAGWERK eG). Weitere Aktive sind herzlich willkommen.

Eine der ersten erfolgreichen Aktivitäten war, Gastronomen auf dem Uferlos-Festival zu mehr Bioverpflegung anzuspornen. Ein Exkursionsprogramm zu ökologischen Erzeuger- und Verarbeitungsbetrieben und Initiativen wie den Gemeinschaftsgarten Knollen & Co. e.V. erstellen gerade Klaus Wiesinger, Thomas Sadler und die Tagwerkler. Vorträge und Veranstaltungen zur Förderung von Biolebensmitteln in Kindergärten und Schulen sind in Planung. 

Die Ziele

1. Bio-Lebensmittel mit kurzen Transportwegen – Ökolandbau, Weiterverarbeitung, Nachfrage, regionale Wertschöpfung unter fairen Arbeitsbedingungen stärken.

2. Umweltschutz vor der Tür – Positive Auswirkungen auf Landwirtschaft, Biodiversität, Boden, Wasser und Klima aufzeigen.

3. Außer-Haus-Verpflegung – Regionale und saisonale Bio-Lebensmittel bei öffentlichen Einrichtungen, Gastronomie und Veranstaltungen fördern. Gesunde Bio-Lebensmittel für Kinder und Jugendliche.

4. „Woher kommt mein Essen?“ – Aufklärung und Bewusstseinsbildung zur nachhaltigen Ernährung bezogen auf Herkunft und Verarbeitung.

5. Gemeinschaft und Identifikation – Netzwerk aufbauen und heimischen Produkte fördern.

6. Klimaschutz und nachhaltige Entwick-lung – Freisinger Klimaziele und 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung unterstützen.

7. Vom Feld auf den Teller – Veranstaltungen, Aktionen und Exkursionen.

Informationen und Termine:  www.freising.de/leben-wohnen/agenda-21

Einfach und genial: Upcycling im TAGWERK-Laden Dorfen


TAGWERK-Ladnerin Anneliese Oberpriller kämpft schon seit Jahrzehnten für Abfallvermeidung. Hier präsentiert sie die neuen Gemüsesackerl.  (Foto © Christian Empl) 

 

Anneliese Oberpriller hatte im Radio von der Idee gehört, aus ausgedienten Stores Gemüsesäckchen zu nähen. Flugs suchte sie daheim nach passenden Stoffen, und Kollegin Heidi Jäger setzte sich an ihre Nähmaschine. So entstanden die praktischen Sackerl, die nun im Dorfener TAGWERK-Laden angeboten werden. 

Die waschbaren Säckchen ersetzen Wegwerftüten aus Plastik oder Papier, und nutzlos gewordene Stores werden sinnvoll recycelt. Ein doppelter Nutzen!

 

Heute haben die EU-Mitgliedstaaten beschlossen, den Einsatz von drei Neonicotinoiden im Freiland zu verbieten, die besonders gefährlich für Bestäuber sind. Auch Deutschland hat das Verbot unterstützt, diesmal haben Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) an einem Strang gezogen.

Die Proteste der Verbraucher*innen und der Umweltverbände haben also Wirkung gezeigt, das ist auch für TAGWERK ermutigend. Ob auf der Großdemo in Berlin, durch Artikel in der TAGWERK-Zeitung oder jüngst bei der Veranstaltung in Stierberg - unseren Protest gegen die Ackergifte haben wir in vielfältiger Weise geäußert.

Weitere Informationen dazu beim Umweltinstitut München

Nächste Termine

16. Dezember 2018 | 13:00Plätzchenbackstube für Kinder
16. Dezember 2018 | 14:00TAGWERK-Reisetreffen
19. Dezember 2018 | 19:00Räuchern in der Zeit der „Rauhnächte“
TAGWERK - Unsere Bio Nachbarn
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