Aktuelle Meldungen

Gemeinsam für die Unabhängigkeit mit samenfestem Saatgut

 

Ganze 57.043 Euro kamen bei der Crowdfunding-Aktion des Dachauer Obergrashof zusammen. Damit wurde das Ziel von 50.000 Euro zum Bau eines neuen Gewächshauses zur Gewinnung von samenfestem Saatgut sogar überschritten. Möglich machten dies Menschen wie Bertram Schütz  (Foto oben links mit Urban Ewald rechts) als einer von insgesamt 300 Spendern. Er freute sich als Dankeschön für seine Unterstützung über eine Kiste mit bestem Bio-Gemüse vom Obergrashof.

"Wir sind sehr froh, dass es geklappt hat", berichtet Urban Ewald, einer der Projektverantwortlichen am Obergrashof. "Wenn es gut läuft, beginnen wir schon im Oktober mit dem Fundament des neuen Gewächshauses. Die Fertigstellung ist für April geplant. Das hängt allerdings von der Lieferfähigkeit des Glases ab."

Urban Ewald und das gesamte Obergrashofteam danken allen Spendern. Wer noch weiterhelfen will, dessen finanzielle Unterstützung ist sehr willkommen. "Die Crowdfunding-Aktion ist nur eine Säule", erklärt Urban. "Wir können weitere Spenden noch sehr gut gebrauchen." Infos zum Spendenkonto findet ihr hier: https://kulturpflanzenentwicklung-obergrashof.de/kontakt-und-unterstuetzung

Samenfestes Saatgut ist wertvoll für alle. Es steht für Qualität, Vielfalt und die Unabhängigkeit in der Landwirtschaft.

 

Die Herbstausgabe der TAGWERK-Zeitung liegt in den Verkaufsstellen aus. Oder Sie lesen sie hier     

In Zeiten globaler Krisen beweist sich das regionale Netzwerk

 

Das Geschäftsjahr 2021 brachte für die TAGWERK eG eine zufriedenstellende Entwicklung mit sich. Dies ist insbesondere mit Blick auf die Corona Pandemie als auch auf die globale Entwicklung bemerkenswert. Die Krisen belegten die Stabilität des regionalen Konzeptes dank der weitgehenden Unabhängigkeit von globalen Entwicklungen. Auf nahezu allen Ebenen konnte sich die Genossenschaft weiter etablieren. Dieses erfreuliche Ergebnis stellte die TAGWERK eG bei der diesjährigen Generalversammlung am Donnerstag, den 30.06.2022 vor und wählte den neuen Aufsichtsrat.

Bio und Regional – erste Wahl in Krisenzeiten

Heiner Müller-Ermann stellte in seinem Referat die positiven Effekte des Ökolandbaus für die Lebensbedingungen von Menschen und Natur dar. Die große Resilienz der ökologischen Landbewirtschaftung zeige sich gerade in globalen Krisen. Allerdings, so der Gründungsgenosse und Diplomvolkswirt, laufe derzeit, angesichts des Ukraine-Kriegs, eine üble Kampagne. Von „Luxus-Bioweizen“ sei da die Rede, Biobauern und Biokunden in Deutschland seien letztlich schuld an Hungertoten in Afrika. Denn der Ökolandbau, der auf Kunstdünger und chemische Spritzmittel verzichtet, hole somit nicht das letzte aus den Böden heraus.

„Dies ist eine zynische Argumentation“, sagte Müller-Ermann, „denn mit dem Lieferausfall von Weizen aus der Ukraine fallen nur etwa fünf Prozent der Weltexportmenge weg. Gleichzeitig stehen überall riesige Getreidesilos und Speicher, mit denen heuer Mengenschwankungen problemlos abgepuffert werden könnten.“ Und für die nächsten Jahre wäre es ohnehin sinnvoll, den Fleischverbrauch zu reduzieren. Denn in Deutschland kämen von der gesamten Getreideernte lediglich 20 Prozent auf die Teller, 60 Prozent landeten in den Futtertrögen von Masttieren.

Wollten wir den armen Ländern wirklich helfen, dann sollten wir gegen die Preisspekulation vorgehen. Denn an den großen Weizenbörsen seien beispielsweise die Weizenpreise nur wenige Tage nach Kriegsbeginn um 52 Prozent gestiegen, erklärt Müller-Ermann. Das ist der Skandal, das ist das gnadenlose Spiel mit dem Hunger und nicht der Biolandbau.“  Im Gegenteil, gerade für die Länder im Süden werde die ökologische Wirtschaftsweise immer wichtiger. Denn sie baue Böden auf, anstatt sie zu zerstören, wirke dem Klimawandel entgegen und schaffe wieder mehr Humus, damit das knappe Wasser gehalten werden kann.

Ausbau der Kommunikationskanäle
TAGWERK erweiterte die Kommunikation mit den Verbrauchern über die bestehenden Kanäle hinaus deutlich. Nicht nur die Corona-Pandemie, auch die Entwicklung des Kommunikationsverhaltens hin zu den sozialen Medien veranlasste TAGWERK, ein Social Media Team zu bilden, das die Genossenschaft, die Metzgerei und auch die Märkte intensiv auf Facebook und Instagram positioniert. Große Erfolge weist der youtube Kanal auf. Dort ermöglichen Filme den Blick hinter die Kulissen von Erzeugerbetrieben und anderen TAGWERK Partnern. Mit knapp 150.000 Klicks beweisen diese Videos das große Interesse von Verbrauchern an den Hintergründen von TAGWERK.

Eine besondere Neuerung im digitalen Bereich ist die TAGWERK App, über die Kunden über Angebote in ihrem TAGWERK Biomarkt informiert werden.

Wirtschaftliche Stabilität
Die TAGWERK eG ist an mehreren Unternehmungen beteiligt. Im Wesentlichen sind das die TAGWERK Biometzgerei, die TAGWERK Großhandel für Naturkost GmbH und drei TAGWERK Einzelhandelsunternehmen.

Die Geschäftsentwicklung 2021 war zufriedenstellend, die Bilanzsumme beträgt 1.592.237€. Durch die Gewinnung neuer Mitglieder erhöhte sich das Geschäftsguthaben auf 883.970 €.
Die Abschreibungen im Rahmen der erfolgreich abgeschlossenen finanziellen Sanierung der Bio-Metzgerei lagen bei 173.335 €. Augrund dieser außergewöhnlichen Belastung wurde das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag von 104.032 € abgeschlossen. Das operative Ergebnis, das durch den regulären Geschäftsbetrieb der TAGWERK Genossenschaft erzielt wurde, liegt bei 9.503 €.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat wurde jeweils ohne Gegenstimme entlastet.

TAGWERK Bio Metzgerei
Die TAGWERK Bio Metzgerei hielt das hohe Niveau von Qualität und Lieferfähigkeit. Im Herbst des vergangenen Geschäftsjahres wurde die Metzgerei von steigenden Tierpreisen und vor allem von Beschaffungsschwierigkeiten getroffen. So war es selbst bei hohen Einkaufspreisen schwierig, ausreichend Schweine und Rinder zu beziehen.
Im vergangenen Jahr konnte die Finanzsanierung der Metzgerei abgeschlossen werden. Im Geschäftsjahr 2021 konnte schließlich ein sehr erfreuliches Ergebnis mit gutem Umsatz bei angemessenem Rohertrag und passenden Personalkosten und trotz hoher Abschreibungen erwirtschaftet werden.
Die TAGWERK Bio Metzgerei erhielt 2021 beim Wettbewerb ‚Bayerns bestes Bioprodukt‘ der Landesvereinigung für ökologischen Landbau eV Gold für die Weißwurst und in diesem Jahr Silber für den Leberkäse. Dies bekräftigt die hervorragende Qualität und das schlüssige Konzept der Metzgerei. Beide Erfolge wurden intensiv auf allen Kommunikationswegen präsentiert.

TAGWERK Großhandel für Naturkost GmbH
Der Umsatz des Tagwerk Großhandels lag mit 19,2 Mio. € im vergangenen Geschäftsjahr auf ähnlichem Niveau wie 2020. Der geschätzte Jahresüberschuss liegt bei ca. 500.000 €.
In diesem Jahr fallen die Erwartungen geringer aus. In den bisherigen Monaten 2022 ist der Umsatz um ca. 10%, das Geschäftsergebnis um 30% zurückgegangen.
Ein neues Warenwirtschaftssystem ermöglicht eine Kostenersparnis durch Effizienz. Die bisherigen Ergebnisse sind positiv.
Anhand des Anteils an gehandelten TAGWERK Markenprodukten, der Regionalität der gehandelten Produkte, der Anzahl der beteiligten TAGWERK Erzeuger, der Berücksichtigung kleiner Erzeugerbetriebe, der Erzeugernähe, fairer Preise, fairer Preiskalkulation, fairen Löhnen und Lohnspreizung sowie der Möglichkeit zur Einbringung im Unternehmen wurde bewertet, ob sich der TAGWERK Großhandel im Sinne der TAGWERK Idee entwickelt. Die Aufsichtsrät*innen Christian Empl und Raphaela Lex fanden keine Unstimmigkeiten.

Aufsichtsratswahlen
Für die Aufsichtsräte Christian Empl und Edmund Creutzmann endete die dreijährige Amtszeit mit diesem Jahr. Während Edmund Creutzmann sich wieder zur Verfügung stellte, nahm Christian Empl Abschied von seinem Amt.
Zur Wahl stellte sich außerdem Moritz Wiest, ein neuer Verarbeiter im TAGWERK Netzwerk. Für die Wahl waren 40 stimmberechtigte TAGWERK Mitglieder und ein Nicht-Mitglied mit einer Vollmacht für Wahl und Entscheidungen und damit 41 Stimmberechtigte anwesend.
Diese wählten einstimmig die beiden zur Wahl stehenden Edmund Creutzmann und Moritz Wiest.
Damit hat der Aufsichtsrat wieder elf Mitglieder.

 

Ein guter Grund zu feiern!
Bio-Königin Annalena I. überreicht Silberauszeichnung für den TAGWERK Bio Leberkäs

 

„Als Teil der Jury habe ich den TAGWERK Bio Leberkäs schon bei der Verkostung probieren dürfen“, strahlt Bio-Königin Annalena I. „Er hat uns alle insgesamt vom Hocker gerissen. Er ist ein bayerisches Original, ein echter Leberkas und geschmacklich umwerfend.“ Umso lieber reiste die Bio-Königin zur offiziellen Urkundenverleihung am Donnerstag, den 02. Juni 2022 nach Niederhummel in die TAGWERK Bio Metzgerei. Hier wurde genussvoll mit einer Leberkäs Brotzeit und der gesamten Belegschaft gefeiert.

Teamwork – vom Landwirt bis zum Verbraucher
Auch Thomas Lang, stellvertretender Vorsitzender von der Landesvereinigung ökologischer Landbau in Bayern e.V. (LVÖ), die den Preis alljährlich vergibt, kam nach Niederhummel und staunte nicht schlecht bei seinem Besuch in der Metzgerei. "Ich finde es bemerkenswert, was hier passiert“, fasste er zusammen. „Wir sind jetzt in einer Zeit, in der es Bio in den nächsten Monaten nicht einfach haben wird. Wir brauchen uns gegenseitig, die Verbände, Bauern und eben alle, wie sie da sind. Das macht es aus, das Miteinander wie hier bei Tagwerk.“

Zum dritten Mal zeichnet die LVÖ ein Produkt aus der TAGWERK Bio Metzgerei aus. Schon der Rosmarin Schinken und die Bio Weißwurst bekamen Gold. Den Grund für den hohen Qualitätsstandard nennt Geschäftsführer Reinhard Gromotka: „Es steckt so viel drin in der Produktion, wie man mit den Tieren umgeht, dem Schlachten, dem Zerlegen, dass man alles richtig macht, die Herstellung, all die vielen Schritte. Da gehört sogar die Kommissionierung bis hin zu den Büroarbeiten, dem Ausfahrer und Verkauf dazu. Und man glaubt gar nicht wie kompliziert das alles ist. Jedem einzelnen, der an diesem Erfolg mitgearbeitet hat, gebührt der Dank."

Auch die Langenbacher 1. Bürgermeisterin Susanne Hoyer kam zur Verleihung. „Ich bin stolz, dass wir so einen Betrieb hier am Ort haben und es schmeckt einfach hervorragend“, brachte sie es auf den Punkt.

 

 

Das macht Qualität aus
Qualität beginnt bei Fleisch. Sie ergibt sich aus dem Respekt vor dem Tier. TAGWERK kennt alle Partnerbetriebe persönlich. Die Landwirte legen genauso viel Wert auf höchstmögliches Tierwohl wie die Metzgerei, wo das konsequent fortgesetzt wird. In kleinen Gruppen kommen die Tiere bereits frühzeitig vor der Schlachtung auf den Hof. Im Laufstall mit Stroh gewöhnen sie sich langsam ein. Am Schlachttag führen die Mitarbeiter sie einzeln und in Ruhe ins Schlachthaus. Der Weg ist gerade einmal zehn Meter weit. Den Tieren wird möglichst jeder Stress erspart.
Ein weiterer besonderer Qualitätsaspekt ist die Warmfleischverarbeitung. Das Fleisch wird noch vor dem Abkühlen zerlegt und gewolft. So bleibt das natürliche Phosphat als Bindemittel für Wurstwaren erhalten. Es braucht keine künstlichen Bindemittel. Überhaupt kommt in den TAGWERK Leberkäs nichts rein, was nicht hineingehört. Er ist frei von Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärker, Laktose oder Hefe. Für die rote Farbe sorgt der Saft der Roten Bete, für den köstlichen Geschmack diverse Gewürze wie Pfeffer, Ingwer und Macis, aber auch Pastinake und Pilze.

Annalena I. störte es offenbar überhaupt nicht, in diesem Jahr wieder in Niederhummel zu sein. „Die Urkundenübergabe war für meine Begriffe bayerisch, biologisch, original“, lacht sie. „Es war bodenständig, so wie TAGWERK selbst und das ganze Team. Wir saßen hinten im Stall und es hat den guten Leberkäs gegeben. Und wenn man ehrlich ist, muss man sagen: Mehr braucht es nicht!“

Der Wettbewerb ‚Bayerns beste Bio Produkte‘ ist eine Initiative der LVÖ, gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Seit 2012 erhalten die Besten unter den vielen guten bayerischen Bioprodukten dieses Prädikat in Gold, Silber oder Bronze. Wegen der Corona-Pandemie wird die Auszeichnung nicht, wie sonst üblich, auf der Grünen Woche in Berlin verliehen. Stattdessen gibt ein Film Einblick in die Hintergründe der TAGWERK Bio Weißwurst.

Die Sommerausgabe der TAGWERK-Zeitung liegt in den Verkaufsstellen aus. Oder Sie lesen sie hier

Leberkäs mit Auszeichnung!
TAGWERK Bio Leberkäs erhält das Silber Prädikat als ‚Bayerns bestes Bio Produkt 2022‘

Die Freude könnte nicht größer sein, aber auch der Stolz auf die Bestätigung der hohen Qualität in der TAGWERK Bio Metzgerei. Nachdem der Rosmarinschinken und die Weißwurst in den vergangenen Jahren bereits goldprämiert wurden, fügt sich nun auch der TAGWERK Bio Leberkäs in die Reihe Bayerns bester Bioprodukte ein. Heute wurde er mit Silber ausgezeichnet. Der Wettbewerb ‚Bayerns beste Bio Produkte‘ ist eine Initiative der LVÖ, gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Eine Frage – viele Antworten
Wie kann ein Leberkäs so gut schmecken? Fragt man Sieglinde Schütz, die Leiterin der TAGWERK Bio-Metzgerei, gibt sie eine ganze Fülle von Antworten. Da ist zum einen die besonders hohe Fleischqualität, die sich aus dem Respekt vor dem Tier ergibt. Wichtig und ein ganz besonderer Qualitätsaspekt ist die Warmfleischverarbeitung. Das Fleisch wird noch vor dem Abkühlen zerlegt und gewolft. So bleibt das natürliche Phosphat als Bindemittel für Wurstwaren erhalten. Es braucht keine künstlichen Bindemittel. Überhaupt kommt in den TAGWERK Leberkäs nichts rein, was nicht hineingehört. Er ist frei von Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärker, Laktose oder Hefe. Für die rote Farbe sorgt der Saft der Roten Bete, für den köstlichen Geschmack diverse Gewürze wie Pfeffer, Ingwer und Macis, aber auch Pastinake und Pilze. Und wie schafft man es, dass der Leberkäse so locker-luftig daherkommt? Das verrät Sieglinde Schütz nicht. Wissend lächelnd verweist sie auf das, was Metzgerei eben auch ist: Handwerkskunst.

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Achtsamer Umgang mit den Tieren
„Wir kennen unsere Partner Betriebe sehr gut und legen großen Wert darauf, dass sie die gleichen Werte im Umgang mit Nutztieren haben wie wir“, erklärt Reinhard Gromotka, Geschäftsführer der TAGWERK Bio Metzgerei den Anspruch auf höchstmögliches Tierwohl schon von der Geburt der Tiere an. „Unsere Partnerbetriebe geben ihren Tieren Zeit. Die verbringen sie in einer Haltung, in der sie respektiert, geschätzt und unter genau diesen Voraussetzungen gut versorgt werden.“
Dieser Philosophie folgt auch TAGWERK Bio Metzgerei. In kleinen Gruppen kommen die Tiere bereits frühzeitig vor der Schlachtung auf den Hof. Im Laufstall mit Stroh gewöhnen sie sich langsam ein. Am Schlachttag führen die Mitarbeiter sie einzeln und in Ruhe ins Schlachthaus. Der Weg ist gerade einmal zehn Meter weit. Den Tieren wird möglichst jeder Stress erspart. Jeder einzelne Mitarbeiter hat Respekt vor den Tieren. „Wir optimieren alle Prozesse, um den Stress der Tiere zu minimieren. Das hochwertige Fleisch verarbeiten wir achtsam mit handwerklichem Können. Wichtig ist uns auch die Verarbeitung des Tieres so vollständig wie möglich – vom Kopf bis zum Schwanz!“ erklärt Sieglinde Schütz, Betriebsleiterin der TAGWERK Bio Metzgerei.

Das Team der TAGWERK Bio Metzgerei freut sich über die erneute Auszeichnung. „Die dritte Prämierung ist für uns auch eine Wertschätzung unseres Gesamtkonzeptes und der durchgängigen Qualität“, bestätigt Reinhard Gromotka. „Man darf es eigentlich so nicht sagen, aber wir platzen vor Stolz. Und wir fühlen uns motiviert, unseren Weg, der auch manch eine Herausforderung bereithält, konsequent weiter zu verfolgen.“

Der Wettbewerb ‚Bayerns beste Bio Produkte‘ ist eine Initiative der LVÖ, gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Seit 2012 erhalten die Besten unter den vielen guten bayerischen Bioprodukten dieses Prädikat in Gold, Silber oder Bronze. Wegen der Corona-Pandemie wird die Auszeichnung nicht, wie sonst üblich, auf der Grünen Woche in Berlin verliehen. Stattdessen gibt ein Film Einblick in die Hintergründe der TAGWERK Bio Weißwurst.

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Rheum rhabarbarum – Na? Eine Ahnung, was das sein könnte? Nein, das ist kein Zauberspruch, mit dem Harry Potter unsere Geschmacksnerven tanzen lässt. Das kann Mutter Natur ganz alleine: mit Rhabarber! Sein lateinischer Name ändert nichts daran, dass das fruchtige Gemüse einen festen Platz auf unseren Speiseplänen hat. Schon unsere Urgroßmütter backten Rhabarberkuchen oder kochten Rhabarberkompott. Trotzdem ist er nicht mehr ganz so beliebt wie noch in den 30er Jahren. Damals wuchsen deutschlandweit auf 1700 Hektar Acker Rhabarber. Inzwischen ist es nur noch ein Viertel davon.

Über den Rhabarber gibt es viel zu erzählen. Alle Infos finden Sie hier.

 

Pak Choi mutet eher asiatisch an und das ist er auch. Seine Daseinsberechtigung auf unserer süddeutschen Speisekarte, verdankt er jedoch dem Umstand, dass er auch in unseren Breiten sehr gut wächst. Natürlich verdient er sich damit auch einen Namen aus unserem Kulturraum. Er heißt Senfkohl, wenngleich Chinesischer Senfkohl richtig ist, seine Herkunft also weder verleugnet noch modifiziert werden kann. Pak Choi ist eng mit dem Chinakohl verwandt. Den kennen wir schon besser. Optisch erinnert er mit seinen dunklen grünen Blättern auch an Mangold. 

Alle Infos und tolle Rezepte rund um den Pak Choi finden Sie hier!

 

Eine Streuobstwiese für das SFZ Landshut Land

Erwartungsvoll und gespannt standen rund fünfzig Kinder an der Wiese, gleich neben dem Schulhaus. Einige Löcher waren schon markiert – die Plätze, an denen heute Obstbäume gepflanzt wurden. Hand in Hand planten der TAGWERK Biomarkt Frisch & Fein, die Naturkostsafterei Voelkel und das Sonderpädagogische Förderzentrum Landshut Land (SFZ Land) eine Aktion, die die Schule und ihren Alltag für lange Zeit bereichern wird. Sie pflanzten eine Streuobstwiese.

Ein Biotop auf dem Schulgelände
Auf diese Weise entsteht Am Sportpark 6 in Landshut ein echtes Biotop. Streuobstwiesen sind ebenso kostbar wie gefährdet. Über 5000 Tier- und Pflanzenarten finden dort ihre Heimat. Streuobstwiesen sind hierzulande die artenreichsten Biotope, was leider nichts daran ändert, dass diese Flächen immer rarer werden.
„Das ist ein trauriger Trend“, bedauert Reinhard Gromotka vom Biomarkt Frisch & Fein. „Denn mit dem deutschlandweiten Verschwinden der regionalen Streuobstwiesen geht uns nicht nur ein Stück unserer Kultur verloren, sondern auch Lebensraum für unzählige Tiere und Pflanzen. Und auch für Kinder ist eine Streuobstwiese etwas Tolles. In alten Obstbäumen kann man besonders gut klettern und das Entdecken von Obst, das man frisch vom Baum pflückt, prägt ein Leben lang!“

Kooperation zugunsten von Pflanzen, Tieren und Kindern
Um den Blick auf den wichtigen Schutz von Streuobstwiesen zu lenken, fand der TAGWERK Biomarkt Frisch & Fein einen ganz praktischen Weg. Er spendete dem SFZ Land zehn Apfelbäume, allesamt alte Sorten. „Über die Zusammenarbeit mit dem Förderzentrum, das hierfür eine Fläche zur Verfügung stellt und künftig mit Schülern und Lehrern betreut, freuen wir uns sehr“, so Gromotka.
Ein weiterer engagierter Unterstützer des Projektes ist der Bio Pionier Stefan Voelkel. Zur Pflanzaktion reiste er eigens mit dem ‚Voelkel Pflanzmobil‘ an. Der Senior-Chef der Naturkostsafterei Voelkel aus dem niedersächsischen Wendland griff selbst zum Spaten und hob die Pflanzlöcher aus.
Bereits 2001 initiierte er die Gründung des Bio-Streuobstvereins Elbtal e.V. Gemeinsam mit dem Familienunternehmen in 4. Generation fand der Verein eine Lösung für die Biozertifizierung der oft kleinen Obstgärten der Mitglieder. Voelkel garantiert als Unternehmen die Abnahme des Streuobstes zu fairen Preisen. Stefan Voelkel setzt sich für den Erhalt und die Neupflanzung von Streuobstwiesen ein. „Fast die Hälfte unserer heimischen Vogelarten ist vom Aussterben bedroht. Hier muss etwas unternommen werden, um Mikrobiotope zu schaffen, denn diese sind lebenswichtig für Insekten und Vögel“, so Stefan Voelkel und beschreibt seine Vision. „In Städten und Dörfern gibt es so viele ungenutzte kommunale Flächen. Überall, wo ein wenig Platz ist, könnte man Obstbäume und damit ein wenig Zukunft pflanzen.“ Allein in diesem Jahr plant Voelkel, im Rahmen seines ‚Voelkel pflanzt Zukunft‘-Programms die Pflanzung von 1.000 Obstbäume.

Auch die Kinder des SFZ Land blieben nicht untätig. Fleißig halfen sie beim Ausheben der Pflanzlöcher, trugen die Bäume an ihren neuen Platz auf dem Schulgelände, füllten Erde auf und versorgten sie mit reichlich Wasser. Die Begeisterung war ihnen anzusehen. Sie freuen sich schon jetzt, die jungen Obstbäume werden und wachsen zu sehen. Irgendwann werden die Bäume sie für ihre Fürsorge belohnen: mit saftigen Äpfeln.

 

 

Die Frühjahrsausgabe der TAGWERK-Zeitung liegt in den Verkaufsstellen aus. Oder Sie lesen sie hier

 

Chicorée ist ein echt junges Gemüse, jedenfalls im Vergleich mit den meisten pflanzlichen Vitaminlieferanten. Entdeckt wurde der Chicorée erst Mitte des 19. Jahrhunderts in Belgien. Kein Wunder also, dass Belgien bis heute als DAS Chicorée Land schlechthin gilt. Einige Geschichten ranken sich um den Chicorée, seine Entdeckung und Kultivierung. Eine soll hier erzählt sein. Im Jahr 1830 wurde das Königreich Belgien gegründet. In den unsicheren revolutionären Zeiten wollten die Bauern in Brabant die gezüchteten ‚Zichoriewurzeln‘ nicht verlieren. Sie wurden als Ersatzkaffee genutzt. Die Bauern deckten sie zum Schutz mit Erde ab. Beim späteren Ausgraben fanden sie dann die knackig weißen Blätter, die die Wurzeln umgaben. Das Gemüse braucht Dunkelheit für sein Wachstum. Das war die sagenhafte Geburtsstunde des Chicorées wie wir ihn kennen.

Alle Infos und tolle Rezepte rund um den Chicorée finden Sie hier!

 

Sie sind hübsch, farbenfroh, aromatisch und quasi ein kleines Nährstoffwunder. Ringelbete und gelbe Bete stehen ihrer Schwester, der roten Bete in nichts nach, außer vielleicht, dass sie die Geschmacksnerven mit einem milderen Aroma betören.

Alles über diese bunten Geschmackswunder finden Sie hier!

 

 

Jetzt red i - Toni Wollschläger war zu Gast in der beliebten Sendung des Bayerischen Rundfunks. Diskutiert wurde zur Frage: Ramschware oder Luxusgut - Was sind uns unsere Lebensmittel wert?

Hier geht's zur Sendung!

 

 

Väterchen Frost ist sein bester Freund. Wenn wir vor Kälte schlottern, läuft der Grünkohl erst zu seiner Hochform auf. Das gesunde Gemüse braucht kalte Böden, um seinen typischen herb-süßlichen Geschmack entfalten zu können. Ist es kühl genug, wandelt der Grünkohl Stärke in Zucker um. Das funktioniert allerdings nur bei der lebenden Pflanze. Ist er erst einmal in unserem Einkaufskorb, hilft eine Nacht auf der kalten Terrasse oder gar im Gefrierschrank entgegen aller Mythen nicht mehr. Seine Zeit ist jedoch eindeutig der Winter. Von Oktober bis März liegt er prächtig grün in den Gemüseregalen.

Alles über diese grüne Geschmacksoffensive finden Sie hier!

 

 

 

Wie Schneeweißchen und Rosenrot kommen sie daher, die eher pastellfarben blassen oder leuchtend violetten Kohlköpfe. Die beiden Wintergemüse haben es in sich. Ihr Vitamingehalt ist unschlagbar. Schon 100 g decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen und enthalten vergleichbar viel Vitamin C wie ein Glas frisch gepresster Orangensaft. Es gibt viel zu erzählen über die bunt-blassen Energiespender!

Alles rund um die Krautköpfe finden Sie hier!

 

Die Winterausgabe der TAGWERK-Zeitung liegt in den Verkaufsstellen aus. Oder Sie lesen sie hier

 

 Ulrich Kerbl läßt eine Streuobstwiese entstehen

Mit der Aktion 'Wir pflanzen einen Baum - gemeinsam für die Zukunft' koordinierte die Öko-Modellregion Mühldorfer Land ein erfolgreiches Projekt zugunsten Menschen und Natur. Ziel der Baumpflanzaktion am 13. November 2021 war, den Wert der Bäume für das ökologische Gleichgewicht und die regionale Vielfalt wieder in das Bewusstsein zu rücken. Zahlreiche Menschen nahmen an dem Projekt teil, entweder durch Baumpflanzungen auf ihrem Grund oder ganz einfach durch Mitarbeit bei größeren Projekten. Einige davon stellen wir hier vor.

Weitere Informationen unter www.wirpflanzeneinenbaum.de 

Alfons Linner schafft mit seinen Bäumen Zukunft

Angelika und Konrad Lipp haben einen Baum gepflanzt!

 

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  • TAGWERK Bio Markt Erding
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  • TAGWERK Bio Markt Arkade Ottobrunn
  • TAGWERK Bio Markt Frisch & Fein Landshut
  • TAGWERK Bio Markt Kleeblatt Moosburg
  • TAGWERK Bio Markt Markt Schwaben

 

 

Der eine Name lautet wie der Welthit von Prince. Der Name der anderen erinnert an die letzten farbigen Blühpflanzen des Jahres. Worüber wir hier jedoch sprechen, sind Kartoffeln! Mehlig, festkochend oder vorwiegend festkochend, Ofenkartoffel und Drillinge – all das sind uns wohl bekannte Eigenschaften. Purple Rain und Heiderot zeichnen sich neben ihrer hervorragenden Bio Qualität jedoch auch durch ein ganz besonderes Attribut aus, das ihnen einen Platz in der Kartoffel-Model-Welt sichern würden, wenn es die denn gäbe. Denn Heiderot und Purple Rain fallen in jedem Kartoffelsalat dank ihrer Farbe auf. Heiderot betört mit einem rosa-roten Fruchtfleisch mit weißen Sprenkeln, während Purple Rain mit einem satten Lila und hellweißen Flecken hervorsticht. Diese beiden Bio Kartoffelsorten haben es verdient, genauer angeschaut zu werden, ehe wir sie genießen.

Alles rund um die bunten Kartoffeln finden Sie hier!

 

 

 

Monika Drax ist Müllerin mit Leib und Seele. In der Drax Mühle wuchs sie auf und schon als Kind wußte sie, dass sie Müllerin werden wollte. Heute führt sie die Bio Mühle in Hochhaus auf ganz besondere Art und Weise. 

Ein Film gewährt den Blick hinter die Kulissen. 

Nächste Termine

28. September 2022 | 18:00Lagerfeuer-Kartoffeln am Lenzwald
29. September 2022 | 08:15Lerne Sensenmähen und Dengeln!
30. September 2022 | 14:30Feldenkrais Workshop mit Monika Maier
TAGWERK - Unsere Bio Nachbarn

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